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    <title>Lauschangriff der Karteileichen : Rubrik:Die Frage nach mir</title>
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    <dc:publisher>meliterature</dc:publisher>
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    <title>Lauschangriff der Karteileichen</title>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5134989/">
    <title>Leben im Fäkalausdruck</title>
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    <description>Ich bin eine Versagerin.&lt;br /&gt;
Am liebsten würd ich den Kopf in den Sand stecken und nie wieder auftauchen. Solln se doch alle gegen meinen Arsch knallen, mich wirds nicht mehr stören, Hauptsache, ich muss weder etwas hören noch sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scheiße ist, dass ich gezwungen bin, so weiterzumachen.&lt;br /&gt;
Wenn ich schon jetzt versage, wie soll dann meine Zukunft aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verdammter Dreck!!! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;Hirnkacke, Geigenmist, Lamaarsch, Mistvieh, Schweinehund, Kuhgesicht, brillenabsorbierendes grünes Zeckenbein, Giftgranulatabfall, pfuipfui, kotz mich an - tus, tus!!!&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gnarf, und ich bin noch selbst dran Schuld an meiner Misere.&lt;br /&gt;
Ich habs noch nie jemandem zugegeben, ich hab mich ja auch noch nie testen lassen, aber in meinem Hirn funktionieren paar Synapsen nicht so, wie sies sollten. Sprich: ich kann nicht rechnen [&lt;i&gt;und die hat Abi&lt;/i&gt;]. Voilà, da hamm wa das Problem. Sie kann nicht logisch denken, sie ist strunz doof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich doch laufen könnt, aber mein Kopf steckt ja im Sand!</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5131745/">
    <title>siehe da</title>
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    <description>Alex muss nächste Woche schon nach Hannover. Sein Mathe-Vorkurs beginnt da schon. Das ist einerseits gut, da er dann Wohnungsbesichtigungen machen kann, andererseits dauert der gesamte Kurs mit den Veranstaltungen, die ihn interessieren, ganze drei Wochen und genau an unserem 3-jährigen wird er eine der wichtigsten Veranstaltungen besuchen müssen :( &lt;br /&gt;
Naja, man kann ja nachfeiern, aber trotzdem. Und dann noch drei Wochen. Ich muss hier arbeiten und Haushaltszeug zusammensuchen. Ich hoffe nur, dass Alex so schnell wie möglich ne Wohnung findet und ich zu ihm ziehen kann, jetzt geht alles plötzlich so schnell. Ich hab tausend Anzeigen neben mir liegen und herrje, beiß mich doch wer, das geht viel zu hurtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit für schöne Sätze habe ich auch nicht mehr und bei studivz sind schon einige, die mit mir studieren werden und alle freuen sich und ich freu mich auch und ziemlich schnell hatte ich auch raus, dass ich den simpelsten Schreibstil von allen verwende. Ich gehe nach der Groß- und Kleinschreibung, schreibe eigentlich geordnet und klar und kreiere keine überproportionale Sinnbilder, Metaphern, ach was weiß ich. &lt;br /&gt;
Da ist eine, die schreibt, wie sie spricht. Das finde ich wunderbar. Alles kommt aus ihr herausgesprudelt, ohne Punkt und Komma und ohne auf groß und klein zu achten. Sie muss alles loswerden, alles in einem phantasiereichen, lieblichen Ton. Die andere vergöttert die griechische Mythologie und kann Latein und bezieht alles ein, was sie weiß, was ihren Text, so banal er auch sein mag, fülliger und pompöser macht, so dass ich vor unfassbaren Staunen erblasse, so dass ich mir denke: warum bilde ich mir eigentlich seit Jahren ein, ich schreibe unterhaltsam oder gar inhaltsstark? Und wieder eine andere ist ein bisschen wie ich, aber besser, fragiler. Sie hat mehr Ideen. &lt;br /&gt;
Hoffentlich kann ich irgendwie mithalten...&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
[Ich bin in meinen Themen und Geschichten, Gedanken und Sätzen so plump, so einfach. Ich habs nicht mit Aufpuschen und will doch gepuscht sein. Ist es denn so schlimm, eine simple Sprache zu verwenden, so dass zumindest die meisten Menschen sie verstehen können, zumindest von der Lexik?]&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-08-19T06:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5126293/">
    <title>So lala</title>
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    <description>Die Arbeit an der Kasse werd ich auf Dauer nicht mögen. C´est tout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern und heute hatte ich frei [&lt;i&gt;heut ist Feiertag im Saarland, in manch anderen Bundesländern wohl nicht, denn prosieben hat sein tägliches Programm abgezogen&lt;/i&gt;], vorgestern jedoch musste ich zwölf Stunden arbeiten, sowie den Tag davor. Morgen werden es zehn sein. Von acht bis zur ersten Pause bin ich immer top motiviert, mir fällt alles auf und ich bin wunderbar zu den Kunden [&lt;i&gt;hab ich schon erwähnt, dass ich direkt nach dem ersten Tag ohne Aufsicht kassiert habe, demnach vollkommen allein an der Kasse sitze und mehr als einmal ziemlich viel falsch gemacht habe?!&lt;/i&gt;], dann nach der ersten Pause fange ich an nachzulassen. Ich bin froh, wenn ich ab Mittwoch nur noch sechs Stunden arbeiten muss. &lt;br /&gt;
Mein Konzept sieht so aus, dass ich den Job hier bis zum Ende [&lt;i&gt;nächsten Monat&lt;/i&gt;] machen werde, also bis ich umziehe, in Hildesheim dann weiterarbeiten werde, bis ich mich an irgendwelche Zeitungen verdingen kann, um dann schreibertechnisch mein Geld zu verdienen. Demnach werd ich wohl noch ein, zwei Jahre kassieren müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute haben Alex, seine Mutter und ich nach Wohnungen gesucht. Der Stadtplan von Hannover lag neben uns und da Alex`Mutter sich in Hannover auskennt, konnte sie uns immer sagen, wo´s am besten ist. Am Montag ruf ich bei den Studentenwohnheimen an - geht das überhaupt, dass ich in Hannover im Wohnheim wohnen kann, wenn ich doch in Hildesheim studiere? Naja, werd ich am Montag fragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab schon eine Liste erstellt, was wir alles benötigen und jeder will uns Dinge schenken, Handtücher, Geschirr, Bettwäsche. Ich finds wunderbar. Ich liebe Zusammengewürfeltes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich geh jetzt duschen, dann muss ich das morgen in aller Herrgottsfrühe nicht machen und kann mir Brote schmieren.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-15T19:22:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5117363/">
    <title>...</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5117363/</link>
    <description>Du denkst, kassieren wär ein Klacks? Du denkst, das kann wirklich jeder? Oh je. Du wirst untergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Stunden bin ich hinter verschiedenen Kassiererinnen gestanden, um ihnen über die Schulter zu schauen, mir Kombinationen und vor allem Vorgänge zu merken und mir Fragen beantworten zu lassen. Was so einfach aussieht, habe ich nach sechs Stunden immer noch nicht drauf. Irgendwann sagte meine Kassiererin, so jetzt bist du dran. Ich stand wie unter Schock. Also, habe ich mich hingesetzt, um &quot;das Feeling zu bekommen&quot; und das prompt mit dem Laufband nicht hinbekommen. Stattdessen hab ich über das halbe Band gelangt, um die Ware aufnehmen zu können. Wichtige Vorgänge habe ich vergessen, habe den Kunden nur begrüßt, ihm aber nicht Auf Wiedersehen und danke für Ihren Einkauf gesagt. Ich lächelte nur dümmlich vor mich hin, bis ich bemerkte, dass mich die Kunden seltsam ansahen, dann lächelte ich anders, um herauszufinden, dass das Lächeln wohl zu anzüglich war [ein junger Mann lief rot an, als ich ihn fragte, ob sein Einkauf zu seiner vollsten Zufriedenheit stattgefunden habe. Ab sofort wird er anstelle von Krankenschwestern, nur noch Kassiererinnen als Fantasie haben hrhr]. Und was für Zahlenkombinationen ich mir merken muss! Gott, ich hab gerade mal vier Tastenkombinationen drauf und mir brummt der Schädel, als sei eine Horde Biber zu lang auf dem Trockenen. Und der Kopf drückt nicht nur, er macht piep piep pieppiep piiiiep. Beim Wechselgeld-geben haben meine Hände gezittert, die Kassiererin hinter mir, die übrigens verdammt streng ist [Erfahrung macht streng, sie ist eine Perfektionistin, ich finds gut, nur stell ich mich dabei selbst unter Druck], flüsterte: Nicht zittern! und: Kunden begrüßen! BEGRÜßEN!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papa meinte, es sei ungewöhnlich eine Anfängerin direkt am ersten Tag an die Kasse zu lassen. Morgen soll ich mit Aufsicht kassieren. Und gegen Wochenende soll ichs schon allein versuchen. Einerseits bin ich stolz drauf, andererseits will ich nur noch die unendlich vielen Seiten voller Zahlenkombinationen auswendig lernen, damit ich meinen Papa nicht blamiere. Was werden die sich denken, die anderen Mitarbeiter? So ein fähiger Mann und dann hat er so ein verwöhntes, tollpatschiges Kind gezeugt - kommt bestimmt nach der Mutter!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich fahren wir die Italienerin wieder zum Flughafen. Sie kann es gar nicht erwarten. Und um ehrlich zu sein, habe ich auch keine große Beziehung zu ihr aufgebaut. Wenn sie weg ist, dann ist sie nie dagewesen.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
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    <dc:date>2008-08-11T15:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5109422/">
    <title>Du stehst</title>
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    <description>Da stehst du unter der Dusche und lässt das Wasser auf dich hernieder prasseln. Der zentrierte Strahl trifft dich wie kleine Kanonengeschosse. Schschsch, macht es und trifft dich an den Schläfen, den Augen, der Stirn. Dein Gesicht ist die vorderste Front, alles was danach kommt, ist unwichtig. Außerhalb des Geschehens. Alles geht da oben ab. Du streckst deine Nase mitten in den Strahl und verharrst. Du willst Krieg? Ich geb dir Krieg. Du stellst den Duschkopf auf Massage um. An der Seite spritzt das Wasser unkontrolliert, der Kopf ist alt. So zu stehen und sich anschießen zu lassen - das ergebenste und niederschmetternste  und angenehmste Gefühl der Welt. Du überlässt dich den Strahlen. Reagieren, nicht agieren. Es könnte alles so einfach sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben an schreit die Italienerin in ihr Handy. Ihren Freund kann man durch die Wände hören. Als säße er nicht 1000km weit weg in einem Stadtappartement, sondern neben der Italienerin auf dem Bett. Gestern hauchte sie noch amore ins Handy, heute ruft sie basta! Sie sitzt die Zeit ab, bis sie wieder nach Hause kann. Es ist anstrengend. Sie gibt sich keine Mühe. Meine Großcousine wird sie in ihrem Ehrgeiz hierher gezwungen haben. Davon sind wir mittlerweile alle überzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alex zieht mit. Seine Mutter sieht allerdings die Wohnungssuche als sehr  kritisch an. Sie meint, uns würde niemand eine Wohnung vermieten [na bravo]. Ich wirke und walte zwischen Wechselbädern. Das eine Angstbad ist kalt geworden, ich stehe auf, lege mir ein Handtuch um, bin beruhigt und schwupps stolpere ich ins nächste Angstbad. Es fühlt sich anders an, eine subtilere, schicksalsträchtige Angst. So eine Angst, die sich fragt: War es die richtige Entscheidung? Ich find mich selbst langsam zum Kotzen.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-07T10:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5102537/">
    <title>melancholie</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5102537/</link>
    <description>Papa wird mich jetzt als Kassiererin anlernen lassen, weil es in Hildesheim auch eine Filiale des Lebensmittelgeschäftes gibt, für das Papa arbeitet und vielleicht habe ich dann da die Chance, einen Job  zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gracia war gestern auf der Radio-Salü-Bühne vorm Staatstheater [&lt;i&gt;wir hatten Saarspektakel&lt;/i&gt;]. Sie stand nicht im Programm und kam ohne Band. Eigentlich haben alle auf zero assoluto gewartet, die ihren ersten Deutschlandauftritt bewältigen sollten und die Italienerin hat sich schon gefreut, weil sie die Band kennt und wohl auch mag. Überall standen Italiener rum, die sich untereinander auch alle zu kennen schienen und da kam Gracia. Wer issen das? Ei, wäschde, die, die vor e paar Joor uffem Grand Prix abgeschiss is. Scheiße wir nit imma uffem Grand Prix ab?&lt;br /&gt;
Sie stand barfuß da und schrie sich die Seele aus dem Leib. Trotzdem fand ich, hat sie eine sehr schöne Figur. Harmonisch. Sie sieht auch ziemlich verletzlich aus, US5 waren vor ihr dran, ein paar schreiende Gören waren noch geblieben. assoluto kam nicht, der Sänger hat Nierenstein. Mama hat einen Italiener angeheuert, damit er unserer Italienerin übersetzt, dass Thomas Nierenstein hat. Die Italienerin war traurig.&lt;br /&gt;
Bei der Gratis-Lottoscheinverteilung in Form von heruntergeworfenen Luftballons wurde eine ältere Frau umgerannt, sie hielt sich den Bauch und atmete schwer. Ich verlor meine Schwester und stemmte mich gegen die Menge, die auf die Luftballons zustürmte. Ich kam mir vor wie in einem Meer voller reißender und gieriger Fluten. Den ganzen Platz habe ich umrundet, bis ich meine Schwester fand - mit zwei Lottoscheinen in der Hand. Sie meinte, sie wäre direkt in die Ballons hineingedrängt worden. &lt;br /&gt;
Papa sagte auf dem Heimweg: Stell dir vor, wir würden hier Hunger leiden. Und dann käme jemand und würde Brot in die Menge werfen. Es gäbe Tote. &lt;br /&gt;
Der Mensch ist ein gieriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Energis-Stand konnte man 50m hoch mit einem Kran fahren. Vor uns standen Jugendliche, 15, 16 vielleicht. Und vor ihnen wartete eine Behindertengruppe. Die Jugendlichen machten sich lustig, über einen Blinden, eine Übergewichtige, einen Homosexuellen und einen Behinderten. Der Blinde hat sich provozieren lassen und ist ausgetickt. Hat wie wild geschrien und um sich geschlagen. Die Frau hat ihn versucht aufzuhalten. Die Jugendlichen haben sich ins Hemdchen gelacht. Da hielt ich es nicht mehr aus, laut sagte ich zu meinem Papa: Wie intolerant und grausam diese kleinen dummen Kinder doch sein können. Man müsste ihnen mal übers Maul fahren und ihnen Anstand beibringen. Ein Junge mit leichtem Oberlippenbartwuchs sah mich an und spuckte in meine Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachher treffe ich mich mit meinem Freund. Wir werden reden. Er hat ebenso wie ich die Möglichkeit in Saarbrücken und Hannover zu studieren, er weiß aber auch, dass ich mich nach dem Zulassungsbescheid nicht mehr davon abbringen lasse, nicht nach Hildesheim zu gehen. Ich gehe dahin. Auch, wenn ich meine beste Freundin hier lassen muss, was mir einen harten Stich versetzt und meine Familie, die ich trotz allem so sehr liebe...Papa meint, ich solle mit allem rechnen. Ich hoffe aber sehr, dass Alex mit mir kommen wird.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-04T09:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5101172/">
    <title>Ach herrje!</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5101172/</link>
    <description>Mesdames et Messieurs,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
je vous prèsente les nouvelles:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AB OKTOBER DARF ICH MICH STUDENTIN DES KREATIVEN SCHREIBENS UND KULTURJOURNALISMUS IN HILDESHEIM NENNEN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz meines - na, sagen wir mal miserablen - Prüfungsergebnisses, waren wohl andere schlechter als ich [&lt;i&gt;hrhr&lt;/i&gt;] und deswegen mussten sie mich nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat Schwester: &quot;Du wirst wohl die schlechteste der Besten sein, aber egal.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben rumgeschrien, sind rumgehüpft, meine Nachbarin und sämtliche Verwandten wissen es schon, ich schreibe momentan ziemlich viele mails und bin ganz perplex. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur eins: Alex hat sich nicht so richtig gefreut. Deswegen habe ich geweint. Er meinte, er hätte sich schon damit abgefunden und jetzt müsse er sich wieder dran gewöhnen, er könnte das nicht von der eine auf die andere Minute. Ich verstehe ihn nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß momentan nicht, wohin mit meiner Freude, und warum bin ich traurig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhang (abends):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben immer gesagt, wir ziehen beide nach Hannover, wenns soweit sein sollte. Jetzt ist es soweit und er ist unsicher. Ich möchte ihn nicht drängen, weil ich weiß, dass das verletzend wirkend kann, egoistisch - ich ziehe dahin und wenn du mich wirklich liebst, ziehst du mit, ob es dir passt oder nicht. So möchte ich nicht sein. Es ist aber mein Traum und die Chance bekomme ich nicht noch einmal, ich werde nicht hier bleiben können, weil es mich zerreißen würde. Ich möchte, dass er mitkommt. Ich verstehe seine Bedenken, seine Gründe hier zu bleiben, er hat Angst, ich hab ja auch Angst, aber es wird schon zu schaffen sein. Ich möchte mit ihm dorthin, mit ihm das Neue erleben, warum sträubt er sich? Er hat Angst, dass wir dann keine Zeit mehr füreinander haben werden, weil wir unterschiedlich studieren und wahrscheinlich arbeiten und er will nicht nur morgens und abends mit mir in Kontakt stehen. Er hat Angst vor finanziellen Sorgen und der Tatsache, dass man nicht mehr einfach zurück kann, wenn man einmal gegangen ist. Ich versteh ihn doch, ich versteh ihn. Ich kanns nur nicht glauben. Mein Inneres ist kaputt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mama am Mittagstisch:&quot;Warum freust du dich nicht? Du musst dich freuen, freu dich!!!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ich hab mich doch schon gefreut, heute morgen.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wenn Alex nicht mit will, dann gehst du eben alleine!!!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;So einfach ist das nicht, Mama.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;[Verstörter Rebellenblick, der Ausdruck einer Frau, die meint von ihrem Mann jahrelang unterdrückt worden zu sein, obwohl sie es schlichtweg verwechselt  mit dem Begriff der Ehe]&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er darf nicht unglücklich sein.&lt;br /&gt;
Für mich sollte aber auch das gleiche gelten.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-02T10:09:00Z</dc:date>
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    <title>Lei is là</title>
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    <description>Die Italienerin und ihr Vater schlafen in meinem Zimmer. Sie sind seit drei Uhr früh auf den Beinen. Um halb 10 haben wir sie am Flughafen empfangen. Ich habe sie begrüßt, ihr Händedruck war sehr lasch. Ich hatte Angst, die Hand zu erdrücken. Zumal sie einen guten Kopf kleiner ist als ich und um einiges zierlicher [&lt;i&gt;mal wieder wird mir klar, dass ich zu einem Mammut heranreife&lt;/i&gt;]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kann noch weniger deutsch, als es mir gesagt wurde. Ich habe es mit englisch versucht, if you don´t understand what we say, you can ask me and I try to explain it in english, ok? Sie sieht mich groß an [&lt;i&gt;ja, ich weiß, mein Englisch ist nicht gerade toll, aber ich kann mich unterhalten, man versteht mich, ich kann flüssig reden, gerne nehme ich auch Liedtexte - what goes around? wanna play? -, wenn auch mit Grammatikfehlern, aber wer achtet schon auf Grammatik?&lt;/i&gt;], schüttelt ihren schwarzen Schopf, hält sich die Hand an ihr kleines Ohr und sagt, no capito. &lt;br /&gt;
Sie spricht fast nichts. Nur mit ihrem Vater, der genauso ist wie mein Vater. Beide aus einem Holz. Meine Schwester, die Italienerin und ich sitzen hinten im Auto und hören einfach nur zu. Ein Kauderwelch, was die beiden sich abhalten. Eine Mischung aus italienisch, deutsch, englisch und sogar spanisch. Es ist eine ganz eigene Sprache. Laut Babylon dürften sie sich gar nicht verstehen, aber sie trotzen allen sprachlichen Barrieren und reden und reden und reden. C´est an old macina, you know? Si, si. The prizes in Italia are molto high. Wind craft [&lt;i&gt;das Lieblingswort des Vaters der Italienerin, bei jedem Windrad: wind craft&lt;/i&gt;]. Einmal verstehen sie sich nicht, haben einen Hänger. Beide sehen sich an, rufen nach hinten. Mein Papa ruft meinen Namen, der andere den seiner Tochter. Come se dice in tedesco? Und wie heißt das in englisch? Sie schlägt wie wild in ihrem dictionnaire nach. Ich sage, he doesn´t understand you, you must say it in some other ways. Beide schauen mich an, grinsen, aus einem Mund kommt: no capito und dann wechseln sie das Thema.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versuche ihr jetzt irgendwie Gebrauchswörter und -sätze beizubringen. In Hochdeutsch. Mama und Papa sprechen ja fast nur platt. Das arme Mädchen, kommts nach Italien zurück und kann nur saarländisch. Und auf die Situationsgespräche zurückzukommen: ich stand vor ihr und hatte immer noch keine Ahnung, was ich mit ihr reden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We will see^^&quot;</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5096316/">
    <title>Morgen</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5096316/</link>
    <description>Morgen kommt die Italienerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte jetzt gern meinen Freund bei mir, um mit ihm dies und das auf der Schlafcouch zu machen, die mein Bruder und ich vom Dachboden in mein Zimmer geschleppt haben und dabei den halben Mörtel mitgenommen haben, sodass die Wand, die an der einen Stelle eine Biegung macht, nicht mehr gelb und  gerade nach unten verläuft, sondern nun uneben und weiß ist. Außerdem würde ich jetzt gerne mit meinem Freund reden. Egal was. Wenn wir Mist reden, ist es am schönsten. Wir lieben beide  die tanzende Traube in der Punika-Werbung. Tea and fruit - die leichte Erfrischung und dabei groovt die Traube, yeah. Ich würd mit ihm jetzt gerne die Traube nachmachen. Ich möchte in seinen Armen legen, während wir uns gegenseitig schöne, schwingende Wörter, bestechende Sätze ins Ohr flüstern, damit meine Schwester nichts mitbekommt, weil ich ja kein eigenes Zimmer habe, sondern unsere Gemächer nur durch aneinandergerückte hohe Schränke unterbrochen sind. Mein Ohr kitzelt und ich lache kurz auf, er lacht mit und sagt unnötigerweise Was?, was er immer tut, obwohl er genau weiß, warum ich dies und das mache. &lt;br /&gt;
Ich will mit ihm eine Doku schauen, um uns dann gegenseitig unser Wissen zu dem Thema wie eine Litanei aufzusagen. Wie ein kleiner Wettkampf, es spitzt sich immer weiter zu, das Wissen wird dünner, wir lachen, irgendwann denke ich mir Sachen aus und rate und er lacht und sagt, er habe aber recht und wir lachen und streiten und reden über die Doku. Bis eine tolle Werbung kommt, oder ein gelungener Sketch, oder ein guter Komiker. &lt;br /&gt;
Ich will jetzt mit ihm im Gras sitzen, auch wenn es regnet. Er liest seine Zeitschrift, ich mein Buch und wir reden drüber. Oder mit ihm schwimmen. Mit ihm schwimmen ist toll. Durch den Wald mit ihm laufen, oder sich in der Stadt treffen und essen gehen. Ich beim Chinesen, der Chinese ist, er beim Italiener, der kein Italiener ist. Dann setzen wir uns vor den Chinesen, der uns beobachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden die Italienerin und ihren Vater, denn die Italienerin fürchtet sich vor einem einstündigen Flug alleine, obwohl sie schon nach Irland geflogen ist, am Flughafen abholen und irgendwo an der Mosel rumfahren, denn 12 Stunden später soll das Flugzeug für den Vater zurück kommen und der sieht es gar nicht ein, warum wir ihn mit nach Hause nehmen sollten, um ihn abends wieder hin zu fahren. Eine klitzekleine These: wir werden morgen in den Dörfchen an der Mosel mehr Geld verschwenden, als Benzingeld. Was soll ich mit ihr reden? Welche Musik hörst du? Gefällt dir deine Ausbildung? Magst du Tiere?  Hoffentlich wird es nicht allzu heiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte jetzt gern meinen Freund bei mir. grml&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;[Ein Film, den ich jetzt gern sehen würde: Eine Hochzeit zum Verlieben mit Adam Sandler (wenn er das Lied im Flugzeug singt - Grow old with you - funkeln seine Augen).]&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-30T19:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5090744/">
    <title>Hier</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5090744/</link>
    <description>Die Uni in Saarbrücken drängt. Ich habe lange nachgedacht. Warten &amp; riskieren. Nicht warten &amp; einen Studienplatz haben. In Aussicht stünde ja noch Freiburg. Aber, eigentlich will ich nicht nach Freiburg. Alex Mutter meinte, ich könnte ja während dem Studium wechseln - wobei wir beide wissen, dass es Traumtänzereien sind. Ich kann Hildesheim einfach nicht trauen. Die lassen so lange auf sich warten. Morgen vereinbare ich einen Termin beim Bafög-Amt in Saarbrücken. Übermorgen werde ich die Studiengebühren überweisen und den Imma-Antrag abschicken. Es ist alles fix  &amp; fertig, fehlt nur noch die Quittung von der Überweisung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgen gehen wir Schulsachen kaufen. Blöcke, Stifte, Hefte. Wie ich das mag. Ich brauch zwar eigentlich nicht viel, aber das Gefühl ist toll. Jedes Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Donnerstag kommt die Italienerin für zwei Wochen. Ich wollte schon alle meine Pläne für sie über Bord werfen, aber hey, sie kann ja übern Campus streunen, während ich fleißig Anträge stelle. Allerdings wird ihr die Uni wohl nicht sonderlich gefallen, ich halte sie lieber vorm Germanistenbereich fern, der ist einfach grausam [&lt;i&gt;und da werde ich studieren&lt;/i&gt;]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Memo an mich:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Heute, irgend so was wie ne Erkenntnis: Madame kann nicht alleine leben. Nachdem Alex gegangen war, ich aufgeräumt hatte und auf meine Familie wartete, hab ich zu viel gegessen und den Weißwein im Kühlschrank zur Hälfte leer getrunken. Und das Fernsehprogramm war beschissen. Ich kann nur allein mit anderen sein. Jetzt zum Beispiel: ich bin allein in meinem Zimmer, höre aber unten, oben, nebenan meine Familie rumoren. Und ich fühle mich wohl. Vielleicht sollte ich sie mal auf Kassette  aufnehmen. Für den Fall der Fälle. &lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-28T20:43:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5078080/">
    <title>Gespräche</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5078080/</link>
    <description>Ich schreibe mit ihm. Wir sind offen. Warum bin ich zu ihm offen?&lt;br /&gt;
Vielleicht, weil er mir Leid tut. Vielleicht, weil er aussieht wie 16 und doch schon die 20 überschritten hat. Vielleicht, weil er so ein seltsames Verhalten an den Tag legt, vorwiegend, um sich zu schützen, man merkt seine Neigungen, er versteckt sich und doch nicht, ein interessanter Kasus. Vielleicht, weil ich ihn irgendwie mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schreiben. Ich schreibe ihm meine Ängste (warum tue ich das?), er schreibt, ihm gehe es genauso. Wir beiden psychischen Fracks. Er ermuntert mich nicht, geht nicht auf meine &quot;Scheißgefühle&quot; ein, wie er es nennt, er schreibt von sich, von seinen Scheißgefühlen und irgendwie hoffe ich, dass ich ihn aufbauen kann. Mache mich schlechter als ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es macht ihn fertig, dass er noch keine Freundin hat. Er glaubt, da liegt das ganze Übel begraben. Seine ganzen selbstzerstörerischen Gedanken rühren vom Fehlen einer Freundin. Ich will ihm sagen, dass mit dem Beginn einer Beziehung die Gedanken nicht aufhören. Dass es weitergeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sagt, ich sei kitschig. Dabei sucht er nach der Ergänzung seiner selbst. Ich schreibe ihm, du wärst eine tolle Romanfigur. Er antwortet, ich sehe mich immer als den Antihelden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stagnieren. In großer Runde beginnt er immer Gespräche über Pornofilme. Na, schon mal den Porno gesehen? Wir lachen. Dann fängt er an, über sich zu reden. Wie sein erstes Mal in die Hose gehen wird. Wir lachen lauter. Er wird immer sarkastischer, wir immer lauter. Wir haben was zu lachen. Er findet immer ein Mädchen toll. Jedes Mal ist es eine andere. Er findet sie toll, geht mit ihr raus, obwohl er nicht raucht. Redet eigentlich immer nur über Sex. Läuft ihr hinterher, auch wenn er herausgefunden hat, dass sie einen Freund hat. C´est la vie, aber er mag sie trotzdem. Danach hat er Kummer. Liebeskummer nennt er es. Ich finds übertrieben. Manchmal  tut er mir leid. Er mag es nicht, wenn man ihm das sagt, hören tut er es trotzdem gern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komischer Mensch (&lt;i&gt;selbstbemitleidend, selbstbewusstlos, er fühlt sich gut im Schlechtmachen und schlecht im Gutmachen, schwieriger Typus&lt;/i&gt;).&lt;br /&gt;
Netter Mensch.&lt;br /&gt;
Auf Dauer muss er sich ändern. So geht das nicht.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-22T20:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5076893/">
    <title>Die Mama weint ja gar nicht -.*</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5076893/</link>
    <description>* aus &quot;Wallner beginnt zu fliegen&quot;, S. 286 von Thomas von Steinaecker &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;[Immer diese Beinamen]&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mama wird Callcenter-Agentin. Nächste Woche hat sie Probe. Sie wird das nicht lange machen, es wird sie aber für&lt;br /&gt;
eine gewisse Zeit aus dem Jobloch herausholen. Dabei steckt sie in keinem Jobloch, sie hat nur keinen Bock mehr auf&lt;br /&gt;
ihren derzeitigen Job. C´est la vie. C´est les humeurs d´une quadragénaire. &lt;br /&gt;
Das witzige: Mama ist diejenige, die zu solchen Telefonisten sehr sehr gemein ist, wenn sie selbst belästigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab nächste Woche Donnerstag wird eine Italienerin für 14 Tage  bei uns wohnen. Blutjunge 16 Jahre alt, gerade mal zwei Jahre &lt;br /&gt;
Deutschunterricht in der Schule und ich kann kein italienisch. Vielleicht ein bisschen ciao, come stai? bene, molto bene. &lt;br /&gt;
Si, non, gracie, mangare? Ach ja und: mi dispiace, es tut mir leid. Zur Not versuche ich ihr die Wörter auf englisch zu erklären,&lt;br /&gt;
aber Englisch soll sie auch noch nie solange haben.&lt;br /&gt;
Ich verstehe das Schulsystem da unten sowieso nicht. Meine Großcousine meint, das Mädchen studiere. Aber, sie ist 16. Das&lt;br /&gt;
geht nicht. Sie meint, sie studiere Tourismus. Etwas anders als in der Berufsschule, ohne Praxis, mit ganz viel Sprachen.&lt;br /&gt;
Man wird ins kalte Wasser geworfen. Deswegen kommt sie zu uns. Brava. Wir werden überall Zettel dranbabben. An den Stuhl&lt;br /&gt;
ein Zettel Stuhl. Sie bekommt eine Gabel mit Gabelaufschrift. Papa mag das. Alles zu verzetteln. So lernt man am besten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich warte auf eine Eingebung.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-22T12:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5072780/">
    <title>Sword</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5072780/</link>
    <description>Ich habe geträumt, ich sei schwanger. Ich sitze im Krankenhaus und irgendwer ruft alle an. Onkel, Tanten, Oma, Eltern, Geschwister, meinen Freund. Dann sitzen sie da und ich schreie meinen Bruder an, weil er mir mein Krankenbett weggenommen hat und  den viel zu lauten Fernseher anstarrt. Mich versteht niemand. Ich rufe, all die Jahre habe ich mich zurückgehalten und habe stets alles mit mir so geschehen lassen, wie ihr es wolltet, jetzt will ich aber endlich mein Bett zurück! Mein Freund verspricht mir, mit mir in den Kreißsaal zu kommen, die Nabelschnur durchzuscheiden. Ich frage mich, ob er das packt. Ich halte seine Hand. Eine Schwester kommt, fragt, wie sich die Wehen tun. Nix tun sie, sage ich. Es ist der immergleiche monotone Schmerz. Im Schlaf fahre ich mir an den Unterleib. Vor den Augen aller schaut sich der Arzt meine Scheide an. Irgendwann sagt er, dass das Kind kommen wird. Ich werde gefahren. Ich schreie, ich gebäre. Mein Freund kippt beinahe um, bei dem Versuch die Nabelschnur durchzuschneiden. Ich bin erschöpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim zweiten Versuch sitze ich in einer Geburtenwanne. Mein Freund hinter mir. Das Baby taucht aus mir heraus. Ich bin erleichtert. Die Wanne ist rosa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Esstisch seiner Eltern sieht anders aus, aber er ist es. Ich sitze neben meinem Freund, halte meinen Bauch. Sie fragt unverständlich, und was haben sie eigentlich zu deinem Gedicht gesagt? Ich streichle meinen prallen Bauch und sage, sie meinten, es sei unausgegoren, ohne Struktur. Er und sie lehnen sich entrüstet zurück, nein, das kann nicht sein, was sind das für Lackaffen? Mein Freund wendet sich zu mir, ich sage, ich glaube, ich kann nicht mit nach Italien, ich muss zwar noch mal nachschauen, aber der Geburtstermin rückt näher. Mein Freund nickt. Er liest Zeitung und nickt. Sie hat schon wieder Gäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bekomme einen Anruf, der Brief sei grün, ich sei angenommen. Ich freue mich, habe ich es doch gewusst. Und wenn ich nicht mehr schwanger bin, dann bin ich wieder dünn und kann weiter machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim dritten Versuch bin ich wieder im Kreißsaal, mein Freund hält meine Hand, ich presse und schreie und spüre eine Folge von Schmerzen, die sich dolchartig durch meine Eingeweide verteilen. Ich bin schweißgebadet. Das Baby kommt nicht. Das Baby schreit nicht. Der Arzt hält nichts in den Händen. Ich presse und schreie und leide und es kommt nichts. Ich weiß, es wird ein endloser Kampf. Mein Freund ist fertig mit den Nerven. Die Tür des Kreißsaales verschwindet, der Arzt macht Feierabend. Lässt uns da liegen. Das Baby kommt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Strand weht ein leichter Wind, die Sonne wird im Horizont von Hotelfassaden aufgehalten. Am Wasser liegt ein rotgebrannter Mann. Er schaut mich an und grinst. Ich setze mich ins Wasser und zähle die Sandkörner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Als ich aufgewacht bin, konnte ich nicht sehen. Als ich aufstand, konnte ich nicht gehen. Mein Bauch schmerzte. Mein Freund schläft. Es ist nichts passiert. &lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-21T08:24:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5069000/">
    <title>Uni-Themen</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5069000/</link>
    <description>Die Uni Saarbrücken ist verdammt schnell. Am Dienstag erst war Einsendeschluss für alle NC-Fächer. Heute erhalte ich Bescheid, dass ich in Saarbrücken aufgenommen bin. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen. Mama hat es mir zumindest am Telefon vorgelesen. Natürlich bin ich nicht zu Hause. Bei wichtigen Mitteilungen bin ich nie zu Hause. Ich weiß nicht einmal, bis wann ich alle Unterlagen eingeschickt haben muss. Mama wollte die drei Seiten nicht durchlesen. &lt;br /&gt;
Ein bisschen freue ich mich ja. Ich bin mit meiner 2,3 in der ersten Auswahl. &lt;br /&gt;
Andererseits hat mir Mama das erst gesagt, nachdem sie den Brief aus Hildesheim vorgelesen hat. Ich hab die Eignungsprüfung bestanden. Mit einer verdammt miserablen 3,0 (&lt;i&gt;oh mein Gott, bin ich schlecht&lt;/i&gt;). Ob ich nun angenommen bin, oder nicht, entscheidet das Licht. 1,2 oder 3 - letzte Chance, vorbei...&lt;br /&gt;
Werde wohl nächste Woche den Brief bekommen, dass ich nicht angenommen bin. 3,0. Ich bin zu jung, zu schlecht, ich hatte zerzauste Haare, saß dem Pomadenmann gegenüber, dem Mann, dem die Pflege ins Gesicht tätowiert worden ist und ich war zu aufgeregt. Ich bin zu naiv. Zu unerfahren (&lt;i&gt;ich setze immer noch ein bisschen darauf, dass alle anderen schlechter waren als ich&lt;/i&gt;). Vielleicht ist es auch besser, wenn ich in Saarbrücken kleben bleibe...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe mittlerweile drei Artikel-Aufträge. Das war gestern, da war ich noch motiviert.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-19T09:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5064705/">
    <title>Kabbes</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5064705/</link>
    <description>Youtube macht Kabbes. Bei jedem Lied. Panic at the disco lassen sich ihre CD 18,99&#8364; kosten. Die Idioten. So gut sind sie auch wieder nicht. Obwohl sie doch an Symapthiewerten hinzu gewinnen, seit sie auf dem Beatles-Trip sind. &lt;i&gt;Things have changed for me, and that&apos;s okay.I feel the same, I&apos;m on my way, and I say.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilder meines Ex-Ex-Ex-Deutschlehrers werden bei uns in der Nähe in einer Galerie ausgestellt. 2002 hatte er eine ganze Ausstellung für sich. Da bin ich nicht mitgegangen, ich hätte gerne mehr von seinen Bilder gesehen. Jetzt gehe ich hin. Er malt gerne Menschen, die etwas erlebt haben, die Kurven und Ecken und Furchen aufweisen, eigene Persönlichkeiten, wie er einer ist. Warum er nicht ganz Künstler geworden sei. Weil seine Mutter wollte, dass er Lehrer wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute regnet es. Wallner ruft.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-17T10:48:00Z</dc:date>
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