Materie
Wie macht man auf klug, ohne klug zu sein? Wie bringe ich es zustande, undurchsichtlich zu werden, obwohl die Brühe glasklar ist? Wie macht man auf scheißklug?! Indem man es studiert? Indem man es erlernt? Indem man den Spiegel zum besten Freund macht? Wie wie wie wie?
Negativum N°1: Ich verstehe die Gedichte nicht. Sie entgleiten mir, nach der ersten Zeile, dem ersten Wort, dem ersten Buchstaben. Gedichte der Gegenwart? Ich finde nichts dahinter. Manches hört sich schön an, entrückt und verzückt und natürlich weiß nur der Autor was mit dem verschrobenen Vierzeiler wirklich gemeint ist, aber soll er sich das anmerken lassen?
Was damit zusammenhängt, sind die fachliterarischen Diskussionen. Ich bin ein Kind des Kindergeldes und eines arbeitsfreien Tages (C.Rochefort). So gern ich dagegen ankämpfe - in der Komplexität der Texte benötige ich eine gewisse Einfachheit, sprich eine Ordnung. Meistens finde ich sie nicht auf Anhieb. Das macht mich nervös. Muss man denn ständig in verworrener Vielfalt von etwas reden, das in Wirklichkeit viel anders aussieht? Neopurismus müsste her. Aber dalli! Vite vite, ich krieg schon nen Ausschlag.
N°2 resultiert aus alle dem, denn es ist eine Gefühlsempfindung, eine innerliche Tatsache: die Gegenwartslyrik (vielleicht auch ein bisschen die -literatur, obwohl ich das nicht sagen kann. Bin ich doch ein Kind dieser Literatur) passt mir nicht. Genauso wie mir die meisten Kleider nicht passen. Weil ich zu dicke Oberarme habe, einen zu schwabbeligen Bauch, breite Oberschenkel, viel zu große Brüste. Indem ich einfach ein undefinierbarer Fleischkloß bin, passe ich nicht in die Klamotten. Metaphererklärung, denn ich will auf den Trip des Neopurismus (gibts den denn schon? Eine stumme Maxime müsste errichtet werden): Klamotten = Gegenwartsliteratur, Fleischkloß = willige Masse, aber schwach. Aus, vorbei.
Für die Uni Leipzig habe ich heute die Bewerbung abgeschickt. Die werden mich hassen. Hildesheim ist Mitte Mai dran.
Ich sehe keine Chancen.
Hier im Saarland sind alle hellauf begeistert. So viel habe ich schon gemacht. Und ist es gut, ist es viel genug? Nein! Mehr, mehr, mehr muss her. Auf der Jagd nach Praktika, nach Bescheinigungen, wohlwollenden Worten. Da lese ich Ann Cotten in Bella triste Nr. 20 und sie schreibt, es sei ihr egal, wie viele LeserInnen sie habe, ob sie überhaupt jemand liest, ob sie damit Geld verdient oder nicht, sie hat ja ein Stipendium, ihre Sorgen lägen woanders. Wo, anders?
In mir tobt ein Krieg. Ich brauche neue Metaphern. Studieren Sie, was Ihnen Spaß macht! Das hat eine Journalistin heute im BIZ gesagt, vor einer Gruppe junger Menschen, die alle irgendwie Redakteure und Reporter werden wollen. Aber, sie brauchen Praktika!
Praktika...ich benötige erst einmal ein Konzept!
Negativum N°1: Ich verstehe die Gedichte nicht. Sie entgleiten mir, nach der ersten Zeile, dem ersten Wort, dem ersten Buchstaben. Gedichte der Gegenwart? Ich finde nichts dahinter. Manches hört sich schön an, entrückt und verzückt und natürlich weiß nur der Autor was mit dem verschrobenen Vierzeiler wirklich gemeint ist, aber soll er sich das anmerken lassen?
Was damit zusammenhängt, sind die fachliterarischen Diskussionen. Ich bin ein Kind des Kindergeldes und eines arbeitsfreien Tages (C.Rochefort). So gern ich dagegen ankämpfe - in der Komplexität der Texte benötige ich eine gewisse Einfachheit, sprich eine Ordnung. Meistens finde ich sie nicht auf Anhieb. Das macht mich nervös. Muss man denn ständig in verworrener Vielfalt von etwas reden, das in Wirklichkeit viel anders aussieht? Neopurismus müsste her. Aber dalli! Vite vite, ich krieg schon nen Ausschlag.
N°2 resultiert aus alle dem, denn es ist eine Gefühlsempfindung, eine innerliche Tatsache: die Gegenwartslyrik (vielleicht auch ein bisschen die -literatur, obwohl ich das nicht sagen kann. Bin ich doch ein Kind dieser Literatur) passt mir nicht. Genauso wie mir die meisten Kleider nicht passen. Weil ich zu dicke Oberarme habe, einen zu schwabbeligen Bauch, breite Oberschenkel, viel zu große Brüste. Indem ich einfach ein undefinierbarer Fleischkloß bin, passe ich nicht in die Klamotten. Metaphererklärung, denn ich will auf den Trip des Neopurismus (gibts den denn schon? Eine stumme Maxime müsste errichtet werden): Klamotten = Gegenwartsliteratur, Fleischkloß = willige Masse, aber schwach. Aus, vorbei.
Für die Uni Leipzig habe ich heute die Bewerbung abgeschickt. Die werden mich hassen. Hildesheim ist Mitte Mai dran.
Ich sehe keine Chancen.
Hier im Saarland sind alle hellauf begeistert. So viel habe ich schon gemacht. Und ist es gut, ist es viel genug? Nein! Mehr, mehr, mehr muss her. Auf der Jagd nach Praktika, nach Bescheinigungen, wohlwollenden Worten. Da lese ich Ann Cotten in Bella triste Nr. 20 und sie schreibt, es sei ihr egal, wie viele LeserInnen sie habe, ob sie überhaupt jemand liest, ob sie damit Geld verdient oder nicht, sie hat ja ein Stipendium, ihre Sorgen lägen woanders. Wo, anders?
In mir tobt ein Krieg. Ich brauche neue Metaphern. Studieren Sie, was Ihnen Spaß macht! Das hat eine Journalistin heute im BIZ gesagt, vor einer Gruppe junger Menschen, die alle irgendwie Redakteure und Reporter werden wollen. Aber, sie brauchen Praktika!
Praktika...ich benötige erst einmal ein Konzept!
meliterature - 24. Apr, 23:03






Für das Konzept, schwierig, wissen man möchte? Und selbst wenn man es nicht weiss, darf man das auch irgendwann später entscheiden. Der Weg ist meistens schon da und man torket irgendwie sowieso nur darauf rum.