<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://meliterature.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://meliterature.twoday.net/">
    <title>Lauschangriff der Karteileichen</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>meliterature</dc:publisher>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:date>2008-07-02T13:36:54Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/meliterature/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5034587/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5032935/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5030965/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5026673/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5023042/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5021587/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5014981/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5008017/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/5004193/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/4984605/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/4973204/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/4965864/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/4962233/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/4956226/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://meliterature.twoday.net/stories/4915362/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/meliterature/images/icon.jpg">
    <title>Lauschangriff der Karteileichen</title>
    <url>http://static.twoday.net/meliterature/images/icon.jpg</url>
    <link>http://meliterature.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5034587/">
    <title>Brief</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5034587/</link>
    <description>In letzter Zeit kommt der Postbote immer später. Außerdem überreicht er einem nur noch Briefe, die direkt im Müll landen: Werbung, Kreditangebote, Handyrechnung [bäh] und die Absage von der Uni Leipzig.&lt;br /&gt;
Damals dachte ich, wenn ich mich in Hildesheim bewerbe, warum dann nicht auch am Literaturinstitut in Leipzig? Ist weitaus bekannter. Bei beiden habe ich dieselbe Bewerbung eingeschickt, sie sahen identisch aus, identisch. Ich frage mich, warum Hildesheim mich überhaupt sehen will, wohingegen mich Leipzig ablehnt. In der Begründung, die sie wohl ebenfalls in identischer Ausführung ein paar hundert Traumtänzern zukommen ließen, stand, dass ich für ein derzeitiges Studium bei ihnen nicht geeignet sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich juckt es mich ja nicht. Es macht mich aber nun doch nervös. In Leipzig haben sie meine Unerfahrenheit, meine scheinbare Naivität, die schon durch das Passfoto rüberkommt [ich seh echt aus wie 15 - nur, weil die Fotografin mit Photoshop mir die &quot;Unreinheiten&quot; wegretuschiert hat; ich will Furchen und Falten und Pickel und Pusteln. Obwohl, dann würden meine Texte zu naiv rüber kommen // vielleicht lag es auch an beidem; Ausstrahlung &amp; kindische Texte], entdeckt. Hildesheim wird da nicht anders sein. Heute in einer Woche. Vielleicht, wenn ich meine Stimme senke und vor mich hin brumme und total intelligente Sachen sage, wie die Uhr tickt, aber tickt sie für uns?, wird es dann gutgehen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sollte ich klischeehaft daherkommen, mit Biolatschen, gefakter Brille, verstruwweltes Haar [hab ich sowieso, ich krieg nie ne Frisur hin], Leinenkleidung. Dann blicke ich nachdenklich in die Sonne, schnalze mit der Zunge und bestelle ein Glas Rotwein, um dann über die Vergänglichkeit des Seins zu philosophieren [oder noch besser: ich beginne zivilisatorisch über die Männer zu schimpfen, Emanzengehabe (ich versteh diese Frauen nicht, was ist der riesengroße Unterschied zwischen uns? Wir sind doch alles nur Menschen! Keiner sieht den gemeinsamen Zusammenhang - wie Rainald Grebe:&quot;Frauen lesen die Gala, Männer lesen AutoBild. Frauen lesen IMMER die Gala, Männer lesen IMMER AutoBild. Es gibt noch Unterschiede! JUHU!&quot;).]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Herren, meine Zeit naht, ich bin gekommen, um zu bleiben &lt;i&gt;[von Helden inspiriert, von ihnen kreiert]&lt;/i&gt;, ich geh nicht mehr weg. &lt;br /&gt;
Sie werden sich wundern, auch wenn ich so lieblich rund erscheine und mein Beinkleid einen Stand zelebriert, den ich oft nicht verstehen kann und vor allem nicht verstehen will, so bin ich dennoch so hartnäckig, wie ein Bandwurm. Eine Hornisse, eine Wespe. Da fällt mir ein toller Vergleich ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Aus Angst, aus Wut, aus dem Nichts, hat sich eine Wespe normalen Rangs fest gestochen am Bein der Literatur. Die Literatur will sie mit allen Kräften loswerden, schüttelt ihr Bein wie wild, läuft im Kreis, jammert und schreit. Der Wespe wird schwindelig, sie ist benebelt, doch sie weiß, wenn sie jetzt ihren Stachel loslässt, wenn sie sich von ihrem Stachel und der Literatur losreißt, dann wird sie sterben. Es ist ein Machtkampf. Die Zeit wird entscheiden und die Ausdauer der Wespe &amp; der Literatur [die Literatur gewinnt immer].&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hitze bringt mich um.&lt;br /&gt;
Trotzdem:&lt;br /&gt;
An dem Ticketschalter am Bahnhof hat der Ticketschaltermann mich gefragt, ob ich Studentin bin und ich habe ihn angelächelt und gesagt:&lt;br /&gt;
&quot;Noch nicht, aber bald.&quot;&lt;br /&gt;
Er hat dann zwar vor sich hin gemurmelt:&quot;Jaja&quot;, aber es war ein schönes Gefühl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papa meint ja, es sei da oben schon alles entschieden, wen sie nehmen und wen nicht. Sie wollen sich die Bewerber nur noch mal richtig vor Augen führen.                       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSC00270&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/meliterature/images/DSC00270.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-&gt; jetzt noch die Brille hrhr</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-02T12:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5032935/">
    <title>Lesen &lt;3</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5032935/</link>
    <description>Bin eben mit &quot;Mordaffäre Molitor&quot; von Rolf Avena fertig geworden. Werde demnächst was Kleines drüber schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe den Tag wie geplant in der Bibliothek verbracht und mich währenddessen spontan dazu entschieden, endlich mal Proust zu lesen. Es waren nur die Bände &quot;Auf der Suche nach der verlorenen Zeit&quot; vorhanden und glücklicherweise war der 1.Teil gerade noch vertreten [bei Buchbänden sind die Lesekunden sehr gewitzt: die sprechen sich wahrscheinlich untereinander ab, damit man selbst nicht mehr der Reihenfolge nach lesen kann - das glaube ich wirklich; oder einer nimmt sich alle Bände mit, obwohl er in dem Zeitraum der Leihe nie damit fertig werden kann, Hauptsache, es ist niemand da, der es ihm wegnehmen kann]. Außerdem ein Wälzer &quot;Deutschsprachige Gegenwartsprosa seit 1970&quot; von einer Irmgard Scheitler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Julie bin ich in die schönste Kinderbuchhandlung in der ganzen Altstadt von Saarbrücken gegangen [so bunt, so voll, so schön] und hab Krabat gesucht. Vor einem Monat ungefähr haben mein Freund und ich fern gesehen; es lief ein Trailer für einen Film, der im November in die Kinos kommen soll:&quot;Krabat&quot;. Alex freute sich, sagte, er kenne das Buch, das habe früher sein Deutschlehrer vorgelesen, es sei so toll. Heute habe ich mich daran erinnert. Ich mag die Bücher von Preußler, schon als Kind, komischerweise habe ich noch nie was von Krabat gehört - das wird sich in den kommenden 60 min ändern, ich habs mir nämlich gekauft [zurück in die Kindheit; ich liebe Preußler-Bücher &amp; Ende-Bücher &amp; Kordon-Bücher, wobei die eher realistisch angehaucht sind, aber für meine Jugendzeit waren sie gerade perfekt] :D</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Literatur&quot;&gt;Literatur&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-01T16:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5030965/">
    <title>Projekt</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5030965/</link>
    <description>Projekt Abnehmen und Schlauer werden tritt JETZT in Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss wirklich aufpassen. Mein Ego möchte einfach nicht, dass ich demnächst zum Durchschnitt der saarländischen Frauen gehöre: klein und dick. Klein bin ich ja schon und auf die 70 rase ich schon richtig zu [jetzt habe ich es mir eingestanden]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss meinen Kopf nach oben recken, damit man das kleine Doppelkinn nicht sieht, das eigentlich schon immer da war, da genetisch angeklebt. Trotzdem. Meine Oberarme verstecke ich so oft es geht in Dreiviertelarmshirts. An meiner Hüfte kann ichs eh nicht mehr ändern, zu diesem Zeitpunkt. Jetzt fahre ich da bald hoch in den Norden [hoch hoch höher hinaus], wo alle riesengroß und schlank sind. Da wird mein Kopf-hoch-Training sich aber gelohnt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: keine Schokolade mehr.&lt;br /&gt;
Stattdessen in die Bibliothek.&lt;br /&gt;
Und dann treffen mit Julie.&lt;br /&gt;
Und wenn ich irgendwann meinen mp3 wieder finden sollte, kaufe ich auch noch neue Kopfhörer.&lt;br /&gt;
Und ich brauch nen Job.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-01T08:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5026673/">
    <title>Kribbeldiekribbeldiekratz</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5026673/</link>
    <description>Kribbeldiekrabbeldiekritz&lt;br /&gt;
Die Welt besteht aus lieben Studenten, die ihre WGs kleinen Abiturienten zur Verfügung stellen, um ihnen Links mit nützlichen Tipps für die Eignungsprüfung zu schicken und einen vorwahnen, dass die Prüfungskomission nie den eigentlichen Termin einhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Deutschlehrerin schrieb mir Freitag:&quot;Verlassen Sie sich auf Ihr Können!&quot; - nicht so ganz, ich werde noch mal mein ganzes Abiturwissen Deutsch durchgehen: welcher Erzähler schreibt hier? Auktorialer, neutraler, personaler, Ich-Erzähler [wobei ich den bei personal unterordnen würde, oh je, wo ist das Buch?].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dumme ist ja, ich muss meine Kurzgeschichte analysieren. Das wird wie ein kleiner Schlag ins Gesicht:&quot;Was haben Sie sich bei der Dramaturgie gedacht?&quot; ist dieselbe Frage, wie:&quot;Warum schreiben Sie eigentlich?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Ich kanns nicht beantworten.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Himmelherrgott, warum schreibe ich?&lt;br /&gt;
Die ganzen schlauen, beeindruckenden Sprüche sind schon gesagt, schon gedacht, ich will nicht klauen [Ich schreibe, damit ich bleibe - Vincent von Joey Goebel].&lt;br /&gt;
Ich schreibe, weil ich schreibe. [wie dämlich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe manchmal, um meine innere Aufgewühltheit von mir abzulegen, manchmal schreibe ich auch aus Ehrgeiz, aus Hass [fast nie aus Liebe, komischerweise, ich find immer was zu meckern], aus Langeweile, aus Mitleid, aus Melancholie. Ich schreibe auch aus Rache, selten, aber ich tue es.&lt;br /&gt;
[Da fällt mir ein, ich muss meine Grundschullehrerin noch einmal aufsuchen und ihr sagen: Madame, ich kann schreiben und nicht nur solche dummen Zusammenfassungen über die Esel oder die Maus, die in der Butter ertrinkt, bei denen Sie gemeint haben, ich hätte kein Talent. Ich bin jetzt in der Lage meine eigenen Lehrgeschichten zu schreiben, Lehren, die daraus bestehen, dass man jeden Menschen gleich lieb haben soll, vor allem, wenn es noch so kleine Fürze sind, wie hier in der Grundschule. Eine Lehre an die Lehrerin: Nehmen Sie gefälligst ab sofort JEDES Kind in den Arm und bevorzugen Sie ab sofort JEDES Kind und schnauzen Sie ab sofort JEDES Kind an, wenn es etwas falsch gemacht hat und gehen Sie nicht nach priviligiert und unterpriviligiert. [Ich glaub, das ist mein psychisches Problem, das ich in mir ersticken muss, bevor es Überhand nimmt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem und vor allem schreibe ich, weil ich Wörter mag. Ich werd ganz kribbelig, wenn ich in die Tasten haue und auf dem Bildschirm sehe, was die Buchstaben für einen Sinn ergeben, oder wenn ich mit Kugelschreiber schreibe, wobei es oft vorkommt, dass ich die Sätze verschmiere [Linkshänderin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin aufgeregt.&lt;br /&gt;
Mein Freund meinte, ich solle doch mal ganz ruhig sein, mir keine Gedanken machen, nächstes Wochenende darf ich aufgeregt sein, aber nicht dieses. Ich glaube, ich strapaziere seine Nerven.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-29T10:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5023042/">
    <title>OH MEIN GOTT</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5023042/</link>
    <description>ICH BIN EINGELADEN WORDEN!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh mein Gott.&lt;br /&gt;
Ich zittere, bin aufgeregt, lache, springe, freue mich. Erreiche meinen Papa nicht, weil er Bewerbungsgespräche führt. Mein Freund hat patzig reagiert, weil ich ihn geweckt habe [&quot;Ruf in ner halben Stunde noch mal an, dann kann ich mich auch mit dir freuen.&quot; pfff], meine beste Freundin ist nicht online. ICH BIN ZUR EIGNUNGSPRÜFUNG NACH HILDESHEIM FÜR DEN STUDIENGANG KREATIVES SCHREIBEN UND KULTURJOURNALISMUS EINGELADEN WORDEN. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte es in die Welt hinausschreien, ich möchte tanzen, mich bewegen, ich kann nicht ruhig sitzen. &lt;br /&gt;
Ein Schreiben liegt bei. Ich kann mich mit den Studenten dort in Verbindung setzen, sie bieten mir eine Übernachtungsgelegenheit an. Wie lieb. Wie nett. Ich platze - nicht wie gestern, vor Angst - vor Freude!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwas muss ich tun. Jetzt. Sofort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9.Juli ist das Gespräch. Zwei Teile wird es beinhalten. Erst einmal die Besprechung meiner eingeschickten Texte und dann bekomme ich einen oder mehrer Texte der Gegenwartsliteratur und muss darüber irgendwas sagen [Was halten Sie davon? - Es ist schön?!]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab soviel Sprengstoff in meiner Brust, lass mich explodieren, damit ich mich freuen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, ist das schön [ich bin so gut, dass sie mich sehen wollen, mit mir reden wollen, wissen wollen, was ich von Literatur verstehe. &lt;b&gt;Ich bin glücklich&lt;/b&gt;.]</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-27T08:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5021587/">
    <title>Peng</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5021587/</link>
    <description>Heute bin ich in der Lage auszuticken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich könnte mir die Haut an den Unterarmen abschürfen. Langsam und kreischend. Wenn dann tote Haut auf den Boden fällt, werde ich schreien und schreien und schreien. Dann werde ich mich hinwerfen, keifen, fluchen, mir die Kleider vom Leib reißen und eiskaltes Wasser über mich laufen lassen. Meine dünnen Haare werden noch dünner und ich zergehe in einer Lache aus Wasser und Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich beiße ich nur auf meinem Daumen herum. Der Druck, der dadurch entsteht ist mir dann doch Schmerz genug. Heute morgen bin ich aufgestanden und habe gedacht: Heute ist es soweit. Ich habe auf den Briefträger gewartet und gewartet und gewartet. Zwischendurch war ich in der Schule, um mir die restlichen Exemplare und Rechnung geben zu lassen. Der Heimweg hat doppelt so lang gedauert, weil ein Haus in der Nähe des Cottbuser Platzes brannte. Und dann doch nichts für mich. Nur ein riesen Kuvert für Papa.&lt;br /&gt;
Ich platze platze platze platze.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-26T15:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5014981/">
    <title>Das</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5014981/</link>
    <description>Das Leben ist ein Flûtes. &lt;br /&gt;
Et c´est tout.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warten macht phänomenal, unendlich kirre. Und dick. Und dumm. Und ungeduldig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pizza Hut bei uns in der Stadt steht an der Wand:&quot;Herr, gib mir Geduld. Aber gib sie mir bitte sofort!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Haare machen mir was vor. Aus den Augenwinkeln sehe ich Gestalten. Es gibt sie nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lesen hilft. Also lese ich. Mit meinem Rotstift und streiche Sachen an, wie:&quot;mäandernd&quot; und &quot;...Hara, das Selbst, das knapp unter dem Nabel körperlich geortet wird und von dem aus Bewegungen zu führen sind&quot;  [aus &quot;Solitäres Potenzial&quot;, Volltext, Ausgabe 3/08] und &quot;Alle schreiben Bücher, die nichts sagen, nicht allein, weil sie nicht mehr wissen, was sie sagen sollen, sondern auch weil es sie nicht mehr interessiert zu wissen, was sie sagen können.&quot; [aus &quot;Helden der Kunst, Helden der Liebe&quot; von Gustav Ernst, erscheint im August]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich ziehe mir einen Sonnenbrand nach dem anderen zu, trete auf Glasscherben, rette Tausendfüßler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Moment wär so schön, wenn ich nicht an morgen dächte.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-24T08:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5008017/">
    <title>Stolz</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5008017/</link>
    <description>Ich bin stolz vor allen Weibern! &lt;br /&gt;
[&quot;Woyzeck&quot;, Georg Büchner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat mich doch geehrt. Als die Rubrik &quot;Preise &amp; Ehrungen&quot; auf dem Plan der Abifeier stand, war ich im Foyer und habe in meinem Abendkleid Suppenschüsseln aufgestellt, weil der Partyservice zu spät kam. Meine beste Freundin kam zu mir gerannt: Geh rein. Warum? Du kriegst nen Preis. &lt;br /&gt;
Meine Deutschlehrerin hat mich angekündigt. Mich gelobt. Und der Scheffelpreis geht an...Stolz! Stolz vor allen Weibern, stolz auf mich, Stolz. Über die Mitgliedschaft bei der Literarischen Gesellschaft freue ich mich am meisten. Und über das Hörbuch &quot;Neue Literatur vom Oberrhein&quot;, wobei ich beschämenderweise sagen muss, dass ich von den Autoren nur Ulf Stolterfoht kenne. Ohja und den Roman &quot;Mordaffäre Molitor&quot; von Rolf Avena und allmende, die Literaturzeitschrift, hach. Jetzt muss das nur noch mit Hildesheim klappen [bittebittebittebittebittebitte]. Meine Mappe der Auszeichnungen erweitert sich um ein Blatt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feier war schön. Alle in schicken Roben. Die Abizeitung stellt leider noch immer ein Problem dar. Bin müde, lese noch, gehe schlafen. Gott sei dank musste ich keine Rede halten.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-20T21:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/5004193/">
    <title>uno momento</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/5004193/</link>
    <description>Bin zum ersten Mal selbst durch die Schweiz gefahren. Hin und zurück. Quer durch die ganze Schweiz. Deutsche, französische, italienische. Habe alle Radiosender durchgemacht und über die immer unverständlichere Sprache gelacht - auf der Rückfahrt genau umgekehrt. Ich bin 2x durch den Gotthard-Tunnel [San Gottardo] gefahren und kein einziges Mal beim Zuschnellfahren geblitzt worden [meinem Vater ist das schon passiert]. Beim ersten Mal hat Papa hinter mir gesessen und seine Finger in das Polster des Autositzes gekrallt. Beim zweiten Mal ist er eingeschlafen. Die Landschaft wollte er genießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italien war schön. Man merkt den Klimawandel. Noch fünf Jahre und unsere Verwandten kommen uns besuchen, um einmal Sommer zu spüren. Die Kommunion meines Cousins 2.Grades war Show, grausam mit anzusehen, so viele sind auf die Show aus. In einer Kirche. Kann man das nicht würdigen? Ich bin ja auch nicht gläubig im kirchlichen Sinne, aber ich habe es damals Ernst genommen, das Prozedere. Ich stand auf dem Altar und hab mit den anderen Kommunionkindern so modernen Bimbam gesungen [&lt;i&gt;Er hält die ganze Welt in seiner Hand&lt;/i&gt;] und das Ganze mit monströsen Gestiken untermalt, nur um die übereifrigen Katechetinnen glücklich zu machen [&quot;Kinder, ihr ehrt Gott damit! Und jetzt bewegt euch nicht, damit das Bild schön aussieht!&quot;]. Diese Kommunion, da zu spät [typisch Genua - tausend Kirchen, auf Grund von Dorfzusammenlegungen, tausend Termine und keinen Plan] war nichts. Das Essen danach war aber lecker. Ich habe französisch gesprochen - gebrochen und zwischendrin hab ich mich geschämt dafür: da lernst du 13 Jahre deines Lebens diese Sprache und kannst nicht mal damit umgehen, aber ich habs gemeistert und mein Gegenüber [Franzose] hat mit mir trotzdem gesprochen. Vielleicht auch wegen seines Alkoholpegels. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war einmal am Meer/ im Meer und bin rot wie eine gescheckte Tomate, was morgen nicht gut auf den Corsagekleid für die Abifeier aussehen wird. Eben ein Anruf. Wir haben kein Geld für die Abizeitung mehr, guck, wie dus auftreibst. Italien- und Deutschlandspiel in Italien verfolgt. Hin und her gefahren [Savona, Loano, Borgio Verezzi, Alassio...], jede Menge Autobahngebühr bezahlt und Unmengen von Eis gegessen. &lt;br /&gt;
Aber, mir gehts gut. Wär nicht der Mist mit der Abizeitung, morgen die Feier und dann noch die Ungewissheit über den Hildesheimverbleib. Hab noch keine Post von denen. Wird eng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Danke für die Glückwünsche]</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-19T09:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/4984605/">
    <title>Weg</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/4984605/</link>
    <description>In Mathe ne 06, krieg jetzt einen Schnitt von 2,3  - liege also im Durchschnitt [ich bin Durchschnitt]. Keiner ehrt mich für meine 14. Ich hab ne Abizeitung kreiert und halte das Probeexemplar in den Händen [Mann, bin ich stolz]. Jetzt noch einen Brief an Oma schreiben. Morgen gehts ab nach Italien. Zwei Koffer nehmen wir zu dritt mit, trotzdem ist das Auto voll bis oben hin. Mit Kinderkleidern für meine Cousins/Cousinnen, typisch deutsches Essen, weil die dort keine Pumpernickel, Leberwurst, Schmierwurst, guten Kaffee, richtiges Brot kriegen. Und Rahmkuchen. Brezeln auf Grund des Salzverfalls können wir nicht mitnehmen. Das Auto platzt aus allen Nähten. Wie immer. Dann bin ich mal wieder weg [Ich hab Abitur].</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-10T18:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/4973204/">
    <title>Das Planen</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/4973204/</link>
    <description>Eine Mitschülerin und ich im Gespräch.&lt;br /&gt;
Mann, du hast ja wirklich alles durchgeplant!&lt;br /&gt;
Du etwa nicht?&lt;br /&gt;
Dass ich was machen muss, ist mir klar, aber ich mach es nicht.&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Es läuft auch so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strike&gt;Planen bringt Sicherheit. Sicherheit, Sicherheit.&lt;/strike&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theoretisch könnte ich mich an der Axel-Springer-Akademie bewerben, die Schüler bekommen da in den zwei Jahren &quot;modernem Volontariat&quot; einen Laptop, eine Digitalkamera, eine Stammredaktion und 1,200&#8364; pro Monat zur Verfügung gestellt. Theoretisch. Unglücklicherweise lese ich keine Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen des Axel-Springer-Verlages und in der Bewerbung steht klein, aber scheinheilig: was für Zeitungen/Zeitschriften lesen Sie eigentlich? Nicht die Welt, nicht ihre Klatschpresse und schon gar nicht die BILD (obwohl die neue Werbekampagne genial ist, muss ich zugeben).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächste Woche Mittwoch für sechs Tage nach Italien. Mein Cousin 2.Grades geht zur Kommunion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist schon die Abifeier. Geht das schnell.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-05T09:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/4965864/">
    <title>Abiturergebnisse</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/4965864/</link>
    <description>______________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch                      14&lt;br /&gt;
Französisch                 10&lt;br /&gt;
Volkswirtschaftslehre   07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hrhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wann und wo die zentrale Abiturfeier ist, um für meine 14 geehrt zu werden^^&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja und Mathe noch ins Mündliche.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-02T10:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/4962233/">
    <title>Betonklötze</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/4962233/</link>
    <description>Sie wandeln durch dieses Haus wie graue Betonklötze. Um voran zu kommen, müssen sie entweder springen, um dann mit einem gigantischen und unerträglichen Knall wieder aufzukommen, oder sie müssen sich leise von der einen zur anderen Seite winden. Alle Bewohner dieses Hauses bevorzugen den Sprung. &lt;br /&gt;
Um ein glücklicher grauer Betonklotz zu werden, muss auch die Umgebung nach ihnen ausgerichtet sein. Das Haus war einmal schön und urig. Jetzt prangt in vorderster Front eine grau-weiße Designerküche. Nur die Betonklötze dürfen darin machen, was sie wollen, denn es ist ihr Reich. &lt;br /&gt;
Betonklötze, vor allem die grauen, neigen zu einem aggressiven Verhalten anderen Spezies gegenüber, auf Grund ihrer Kurzsicht in Sachen Toleranz. Es ist nicht so, dass Toleranz ein Fremdwort für sie wäre. Nein, sie kennen es, sie haben es studiert, sie fühlen sich über die Toleranz erhaben, genauso wie sie sich über alles erhaben fühlen, was nicht den quadratischen Boden ihres Kopfes einnimmt. Außerdem sind Betonklötze generell uneinsichtig. Sie leben nicht mit den anderen, sie leben darüber hinweg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Teil des Hauses, der noch nicht ins Graue übergelaufen ist, leben wir. Ein kleines quadratisches Zimmer, indem wir alles gelagert haben, damit wir nicht raus müssen. Hier verbringen wir unsere Tage und sind glücklich. Graue Stunden treten ein, wenn einer von uns auf die Tiolette muss, oder die Essenszeit naht. Dann kann es sein, dass die Betonklötze uns unverhofft angreifen, uns demütigen und fertig machen (&quot;Du willst eine Ahnung von der Wirtschaft haben? Du hast keine. Behaupte es nur, ICH studiere es nämlich und weiß es besser. Du Schmarotzer.&quot;), uns auslachen. Für uns ist der Gang zur Toilette eine Demütigung, da wir immer darauf achten müssen, ob nun der andere Betonklotz das Bad besetzt hält, oder nicht. Für uns ist das Essen eine Demütigung, da es nur graue Nahrung gibt. Für uns ist die Zukunft eine Demütigung, da die Betonklötze kein Vertrauen in uns haben. Wir sind die aus dem Kellerzimmer. Bei denen man reingucken kann, wenn der Laden offen ist und die Blumen in den Beeten noch nicht gewachsen sind. &lt;br /&gt;
Wir terminieren unsere Betonklotzzeit, obwohl wir nicht wissen, ob es nicht anders kommen kann und sie uns hier weiterhin festhalten. Und währenddessen springen sie weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Ich mag sie. In Wirklichkeit sind sie nicht so schlimm, Übertreibung gehört einfach dazu, weil das Gefühl es dazu gehören lassen will. Aber, nach zweieinhalb Jahren fühle ich mich immer noch nicht richtig aufgenommen und ich bemerke immer mehr, was ich nicht bemerken will und das finde ich, darf nicht sein.]</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-31T08:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/4956226/">
    <title>Es ist...</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/4956226/</link>
    <description>Es ist, wie das Tal des Löwen hinter sich zu lassen und doch zu wissen, dass sich einer von denen in deiner Reisetasche versteckt hat. Es ist, wie nach Hause kommen und den Schlüssel vergessen zu haben. Es ist, wie das leise Ticken der Standuhr im Esszimmer, das nie existiert hat, weil man den Durchgang von der Küche zum Wohnzimmer zugemauert hat. Es ist, wie das Umblättern einer Seite, obwohl man schon den Inhalt der nächsten kennt. Es ist, wie gefüllt, aber doch leer zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles zieht so dahin und ich erkenne die Tage und Wochen nur noch an den schwindenden Dragees meiner Pillenpackung. Zum ersten Mal seit drei Jahren habe ich vergessen, mir rechtzeitig ein Rezept geben zu lassen. Und die Zeit steht still. Ich renne zu meiner Frauenärztin, die mal wieder im Urlaub ist, oder schwanger und ich frage mich, warum ich nicht wechsle. Liegt es daran, dass sie die einzige Gynäkologin in der Umgebung ist und meinem Freund der Gedanke so gar nicht behagt, ein anderer Mann könnte mich nackt sehen oder bin ich einfach zu faul? Ich fahre zu dem nächsten Frauenarzt. Die sind nett, aber nicht gerade erfreut, dass ich den Urlaub meiner Frauenärztin verschlafen habe. Die Zeit läuft wieder. Nach einer Woche gehe ich zu meiner angestammten, dort sind sie nett, aber auch gar nicht erfreut darüber, dass ich fremd gegangen bin. Sie hatten geschlossen. Und Sie die Möglichkeit eine Woche früher zu kommen. Ich war in Urlaub. Sehen Sie. Wahrscheinlich aus einem Besitzerinstinkt heraus, stempelt mir die Arzthelferin über die 10&#8364;-Quittung des Fremdarztes ihre Adresse drüber. Das ist unsere Patientin. Die Zeit rast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Sorgen habe ich schon in meinem Reporterblock aufgelistet. Es ist mein zweiter. Vor einem halben Jahr habe ich angefangen, alles aufzuschreiben, was ich interessant finde. Meistens schreibe ich in der Saarbahn. Man sieht so viel, ich sehe so viel. Hätte ich früher damit angefangen, hätte ich jetzt mehr Blöcke da liegen, bis  jetzt sind es nur zwei. Ein gefüllter, ein angefangener. Die Sorgen lasten schwer auf mir, geht es doch um morgen, diesen Montag, nächstes Jahr. Wo werde ich stehen, was werde ich tun? All die Jahre wollte ich das Saarland verlassen, direkt nach dem Abi, jetzt weiß ich es nicht mehr. Jetzt sind Bindungen da, jetzt habe ich Angst, nicht gewollt zu werden. Wie stehe ich da? Kein Geld und jede Menge Menschen hinter mir. Werden sie mich nehmen? Ich hätte arbeiten sollen. Sparen sollen, mehr schreiben sollen. Mehr dafür tun sollen. Für das, was ich glaube zu sein. &lt;br /&gt;
Meine beste Freundin bereut es, sich nicht mehr mit den Leuten aus unserer Stufe angefreundet zu haben. Sie bereut es, seit wir in Spanien mit ihnen waren. Sie bereute es vom ersten Tag an. Ich fragte sie, warum. Weil alle so lieb sind. Warum? Weil ich sie nicht kennen gelernt habe. Meinst du nicht, wenn es dem Ende zugeht, sind alle lieb? Ich weiß es nicht. Jetzt hat sie sich in einen Jungen aus unserer Stufe verguckt, mit ihrem Freund Schluss gemacht und ängstigt sich vor dem ersten Tag nach der Abiturzeugnisvergabe. Ich rufe meinen Freund an. Wir machen nie Schluss. Nein, wir nie. Kannst du mir eine Sicherheit geben? Nein. Ich möchte aber Sicherheit. Die Sicherheit, dass sich nichts ändert, dass es keine bösen Überraschungen gibt, nicht heute, nicht in ein paar Monaten. Tut mir leid, ich kann dir diese Sicherheit nicht geben, aber ich liebe dich. Das reicht mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade jetzt, gerade jetzt fühle ich mich einsam. Überfordert und einsam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist, wie das Wasser laufen zu lassen, obwohl die Badewanne schon voll ist. Es ist, wie im Regen zu stehen und den Schirm nicht aufmachen zu wollen. Es ist, wie daheim am Laptop zu sitzen, sich selbst aufzuschreiben und zu wissen, dass es nirgendswo ankommt.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-28T20:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://meliterature.twoday.net/stories/4915362/">
    <title>Ein Zitat</title>
    <link>http://meliterature.twoday.net/stories/4915362/</link>
    <description>&lt;b&gt;&quot;Wenn du nicht alles kriegst, mit wie viel bist du dann zufrieden? [...] Du hast nur dich, mit dem du handeln kannst.&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus &quot;Ein liebender Mann&quot; von Martin Walser, S.252&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab morgen zehn Tage Lloret de mar. &lt;br /&gt;
Ich will nicht sagen, dass ich gut bin im Kofferpacken, aber ich habe alles in den kleinsten und schönsten Koffer bekommen, obwohl ich zuviel eingepackt habe und doch, ich sage es: ich bin gut im Kofferpacken. Kein Luftloch übrig und für Souvenirs noch ausreichend Platz. Darf nur nichts Zerbrechliches sein.</description>
    <dc:creator>meliterature</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://meliterature.twoday.net/topics/Die+Frage+nach+mir&quot;&gt;Die Frage nach mir&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 meliterature</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-08T09:26:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://meliterature.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://meliterature.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
